UNSERE GESCHICHTE. UNSERE PRÄSIDENTEN.
1948/49 bis 1950/51 – Neubeginn. Zusammenhalt. Fundament.
Dir. Lorenz Reinthaler
Lorenz Reinthaler leitete den Neustart des Altheimer Fußballs ein. Aus der Auflösung aller alten Sportvereine wurde der unpolitische SK Altheim geformt und Mannschaft, Struktur und Identität von Grund aufgebaut. Erste sportliche Signale und der starke Nachwuchs zeigten früh das Potenzial des neuen Vereins.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in Altheim wieder mit dem Fußballsport begonnen. Die Stadt befand sich im Umbruch und auf Beschluss des Gemeinderates wurden sämtliche bestehenden Sportvereine aufgelöst und zu einem einzigen unpolitischen Verein zusammengeschlossen. Damit entstand erstmals eine gemeinsame Grundlage für den örtlichen Fußballsport – die Ära des SK Altheim begann.
In dieser Anfangsphase übernahm Lorenz Reinthaler die Obmannschaft und führte den jungen Verein durch seine entscheidenden Gründungsjahre. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Sportklub Altheim zu einem eigenständigen, unpolitischen Verein, der sowohl organisatorisch als auch sportlich neu aufgebaut wurde.
Die ersten Jahre waren geprägt von intensiver Aufbauarbeit, der Suche nach Strukturen und dem Wunsch, den Fußball in Altheim wieder sichtbar zu machen. Ein frühes, vielbeachtetes Spiel gegen den LASK sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit und verlieh dem Verein einen spürbaren Schub. Dieses starke Auftreten zeigte, welches Potenzial in der neu zusammengestellten Mannschaft steckte.
Während Reinthalers Amtszeit begann der SKA zudem mit der regelmäßigen Teilnahme am Meisterschaftsbetrieb in der 1. Klasse West. Die Mannschaft sammelte wertvolle Erfahrungen und wuchs sportlich wie organisatorisch zusammen, musste jedoch mit Ende Reinthalers Amtszeit den Abstieg in die 2. Klasse C antreten. Besonders auffällig war die frühe Bedeutung des Nachwuchses, der mit engagierten Auftritten zeigte, dass die Talentförderung schon damals ein zentrales Element des Vereins war.
1951/52 bis 1953/54 – Aufstieg. Entwicklung. Selbstverständnis.
Georg Mayer
Unter Georg Mayer feierte der SKA seinen ersten Aufstieg der Vereinsgeschichte und festigte in den Folgejahren seinen Platz in der 1. Klasse West. Die Mannschaft gewann an Routine, der Nachwuchs rückte weiter nach vorn, und der Verein entwickelte erstmals ein dauerhaftes sportliches Selbstverständnis.

Als Georg Mayer die Obmannschaft übernahm, befand sich der SK Altheim noch immer in einer bedeutenden Entwicklungsphase. Die Aufbauarbeit der frühen Jahre war abgeschlossen, und nun ging es darum, den Verein dauerhaft im Meisterschaftsbetrieb zu etablieren. Unter Mayer entwickelte sich die Mannschaft weiter, gewann an Routine und verschaffte sich in der Region zunehmend Respekt.
Sportlich erlebte der SKA eine Phase der Stabilisierung. Die Mannschaft stieg unter Mayer nach einer Saison in der 2. Klasse C sofort wieder auf, nutzte die Erfahrungen der ersten Jahre und bewies, dass sie nun im Ligaalltag der 1. Klasse West mitspielen konnte.
Auffällig blieb weiterhin die Rolle des Nachwuchses, der sich auch unter Mayer stark entwickelte. Die Jugendmannschaften traten ambitioniert auf und bestätigten, dass die frühe Investition in die Talentförderung ein wesentlicher Teil der Vereinsphilosophie war. Dieses Zusammenspiel zwischen Kampfmannschaft und Nachwuchs prägte das Vereinsleben der frühen 50er Jahre.
Darüber hinaus gewann der Verein in Mayers Zeit organisatorisch an Kontur. Die Strukturen wurden klarer, die Abläufe professioneller, und der SKA wuchs zunehmend in die Rolle eines regional verankerten Sportvereins, der sowohl sportlich als auch gesellschaftlich eine Bedeutung für Altheim hatte.
1956/57 bis 1967/68 – Erneuerung. Kontinuität. Cupsiege.
Dipl.- Ing. Rudolf Wiesner
Unter Rudolf Wiesner wurde die Sportanlage erneuert, die Vereinsstruktur modernisiert und der SKA sportlich neu ausgerichtet. Mit Johann Karrer als Sektionsleiter folgte eine der erfolgreichsten Phasen dieser Zeit inklusive dreier Innviertler Cup Siege.

Als Rudolf Wiesner seine Amtszeit begann, stand der SK Altheim vor erheblichen Herausforderungen. Das verheerende Hochwasser von 1954 hatte die Anlage schwer beschädigt, und große Teile des Vereinsheimes mussten neu aufgebaut werden. 1959 konnte schließlich die neue Sportanlage eingeweiht werden – ein sichtbares Zeichen des Aufbruchs, das weit über Altheim hinaus Beachtung fand.
Ein entscheidender sportlicher Impuls kam 1958, als Johann Karrer die Sektion Fußball übernahm. Mit viel Engagement, Fachkenntnis und einem guten Gespür für Talente führte er die Mannschaft über ein Jahrzehnt hinweg durch eine äußerst erfolgreiche Phase.
Sportlich setzte die Mannschaft in dieser Zeit deutliche Akzente. Der SKA konnte sich in Wiesners Amtszeit nach anfänglichen Engagements in der 1. und 2. Klasse nun in der Bezirksliga West etablieren.
Unter Karrers Leitung gewann der SK Altheim dreimal den Innviertler Cup – ein Ausdruck der Stärke und Kontinuität, die die Mannschaft in diesen Jahren auszeichnete. Die Spieler prägten das Bild eines Vereins, der sich Schritt für Schritt als feste Größe im regionalen Fußball etablierte.
1968/69 bis 1969/70 – Aufstieg. Übergang. Neuausrichtung.
Dipl.- Ing. Georg Raschhofer
Georg Raschhofer präsidierte während eines historischen Meilensteins: dem Aufstieg in die höchste Spielklasse Oberösterreichs. Seine kurze Amtszeit markierte den Übergang in ein anspruchsvolleres sportliches Umfeld und brachte wichtige personelle Weichenstellungen.

Als Dipl.-Ing. Georg Raschhofer die Obmannschaft übernahm, befand sich der SK Altheim in einer sportlich wie organisatorisch bedeutsamen Situation. Das Jahr 1968 markierte das 20-jährige Bestandsjubiläum des Vereins – und die Kampfmannschaft beschenkte sich selbst mit einem besonderen Erfolg: dem Aufstieg in die Landesliga, die damals höchste oberösterreichische Spielklasse.
Dieser Schritt war für den Verein ein Meilenstein. Der SKA spielte sich erstmals dauerhaft in ein Umfeld, das sowohl sportlich anspruchsvoll als auch finanziell herausfordernd war. Raschhofers Amtszeit fiel damit in jene Phase, in der sich der Verein in der neuen Liga etablieren musste.
Eine prägende Veränderung dieser Jahre betraf die sportliche Leitung. 1968 übernahm Ladislav Vorich die Funktion des Sektionsleiters, was in der Folge entscheidende Weichenstellungen ermöglichte. In der Winterpause 1969/70 gelang es zudem, mit Günter Steinbock aus Ried einen neuen Trainer zu verpflichten, der der Mannschaft zusätzliche Stabilität geben sollte. Der Einstieg in die 1. Landesliga verlief zunächst nicht ohne Schwierigkeiten. Die Mannschaft musste sich an das höhere Niveau gewöhnen und kämpfte in der Anfangsphase vor allem um den Klassenerhalt. Doch bereits ab dem Sommer 1970 deutete sich – auch dank der neuen sportlichen Führung – eine positive Entwicklung an, die in den folgenden Jahren sichtbar werden sollte.
1970/71 bis 1981/82 – Landesmeister. Abstieg. Comeback.
Dipl.-Ing. Dr. Erich Wiesner
Dr. Erich Wiesners Amtszeit war geprägt von Extremen: beeindruckende Vizemeistertitel, ein Landesmeistertitel, ein dramatischer Abstieg und ein starker Wiederaufstieg. Neue Trainer, herausragende Spieler und eine neue Tribüne machten diese Epoche zu einem der prägendsten Kapitel der Vereinsgeschichte.

Zu Beginn der 1970er Jahre trat der SK Altheim mit viel Energie an. In den Saisonen 1970/71 und 1971/72 erreichte der Verein zweimal den Vizelandesmeistertitel, was den sportlichen Anspruch des Klubs eindrucksvoll unterstrich. Der größte Erfolg folgte bereits 1973: Mit dem Gewinn des OÖ-Landesmeistertitels sicherte sich der SKA die bis dahin bedeutendste Auszeichnung seiner Vereinsgeschichte und festigte seine Stellung in der oberösterreichischen Fußballlandschaft.
Sportlich geprägt wurde diese Zeit auch durch den Wechsel an der Spitze der Sektion. Franz Jakob übernahm die Funktion von Ladislav Vorich. Der sportliche Höhenflug erhielt jedoch 1976 einen herben Dämpfer: Nach einem Spielabbruch wegen Unsportlichkeit eines Altheimer Spielers im letzten Saisonspiel in Grieskirchen musste der SK Altheim aufgrund einer um ein einziges Tor schlechteren Tordifferenz in die 2. Landesliga West absteigen – einer der schmerzlichsten Momente der Vereinschronik.
In der neuen Liga setzte der Verein auf Erneuerung. Mit Trainer Josef Klugsberger entstand 1976/77 ein junges, hungriges Team, das völlig überraschend nur knapp den Meistertitel verfehlte. Im darauffolgenden Jahr öffnete sich ein neues Kapitel: Max Krapf übernahm im Sommer 1977 das Traineramt und brachte mit Stürmer Otto Hagn einen offensivstarken Spieler nach Altheim. Diese Verstärkungen trugen rasch Früchte. In einem hochspannenden Duell mit dem SV Gmunden gelang es dem SKA in der Saison 1977/78, als Meister den Wiederaufstieg in die höchste Liga Oberösterreichs zu feiern.
Auch infrastrukturell entwickelte sich der Verein weiter. Zum 30-jährigen Jubiläum erhielt der SK Altheim eine überdachte Sitzplatztribüne für 500 Zuschauer:innen, inklusive moderner Umkleiden und neuen Sportbuffets – ein Meilenstein für das Vereinsleben und ein sichtbares Zeichen einer aufstrebenden Vereinsorganisation.
In den folgenden Jahren setzte Trainer Max Krapf erneut wichtige Impulse. Er holte mehrere damals namhafte Spieler nach Altheim, darunter Manfred Radke, Edi Zillner, Rudi Wakolbinger sowie die Brüder Haas. Unter seiner Führung entwickelte sich der SKA spielerisch weiter.
1982/83 – Ruhe. Übergang. Orientierung.
Karl Weinhäupl
Karl Weinhäupl führte den SKA durch ein ruhiges Übergangsjahr. Ohne große Höhen oder Tiefen sorgte er für Stabilität im Meisterschaftsbetrieb.

Karl Weinhäupl übernahm den SK Altheim in einer Phase, in der sich vieles neu ordnen musste. Die Jahre davor waren geprägt von großen Erfolgen, intensiven Trainerwechseln und dem stetigen Bemühen, die Mannschaft im Spitzenfeld der höchsten oberösterreichischen Spielklasse zu halten. Weinhäupl führte den Verein ruhig und zielgerichtet durch dieses Übergangsjahr.
Sportlich bewegte sich die Mannschaft weiterhin auf solidem Niveau. Viele der Spieler, die in den Jahren zuvor geholt worden waren – darunter erfahrene Kräfte aus der Region und junge Talente – prägten weiterhin das Bild des Teams.
Weinhäupls Schwerpunkt lag daher weniger auf großen Umbrüchen, sondern auf Stabilität. Er unterstützte die Zusammenarbeit zwischen Sektionsleitung, Trainerteam und Mannschaft, was sich am Ende der Saison in Platz 4 der Tabelle widerspiegelte.
1983/84 bis 1988/89 – Neuaufbau. Risiko. Meistertitel.
Günther Aichinger
Unter Günther Aichinger meisterte der SKA eine turbulente Phase mit Abstieg, Trainerwechseln und personellen Brüchen. Schritt für Schritt wurde ein konkurrenzfähiges Team aufgebaut – gekrönt vom Meistertitel der 2. Landesliga West 1989.

Als Günther Aichinger die Obmannschaft übernahm, befand sich der SK Altheim in einer empfindlichen Übergangsphase. Nach der Saison 1982/1983 verließ Trainer Max Krapf, der große Pläne mit dem Verein verfolgt hatte, den SKA. Die Leitung des Teams übernahm daraufhin Ernst Grünbart, zuvor Kapitän der Kampfmannschaft. Trotz seines Einsatzes gelang es nicht, die Klasse zu halten, und der Verein musste den bitteren Weg in die 2. Landesliga antreten.
Für den Neustart wurde Manfred Wintersteiger verpflichtet, der neue Impulse setzen sollte. Sportlich blieb der erhoffte Durchbruch jedoch aus, die Situation spitzte sich zu, und nur durch die Unterstützung des früheren Altheimer Spielers Ferdinand Doblmann, der als erfahrener Trainer einsprang, konnte der Verein den drohenden Abstieg verhindern.
Nach intensiven Beratungen wagte der Vorstand eine Rückkehr zu bewährten Kräften und holte Max Krapf erneut als Trainer zurück ins Boot. Unter seiner Führung stabilisierte sich der SK Altheim spürbar. Die Mannschaft spielte wieder mutig nach vorne, und im Spieljahr 1986/87 erreichte sie den Vizemeistertitel, nur einen Punkt hinter Grieskirchen.
Doch die Ruhe währte nicht lange: Bereits in der Saison 1987/88 legte Krapf nach fünf Runden sein Amt nieder. Der SKA reagierte entschlossen und sicherte sich mit Mag. Gerhard Feichtinger einen der angesehensten Trainer Oberösterreichs. Mit ihm gewann das Team neue Struktur und Disziplin. Nach einer starken Herbstmeisterschaft lag der SKA auf Rang fünf und blieb bis zuletzt im Rennen um einen Spitzenplatz. Am Ende reichte es für Platz 3 – der Aufstieg wurde nur knapp verpasst.
Für die Saison 1988/89 stellte der Vorstand erneut mutige Weichen. Mit Antal Biro wechselte ein starker ungarischer Offensivspieler nach Altheim, und Trainer Feichtinger verstand es, die Mannschaft zu außergewöhnlichen Leistungen zu motivieren. Der SKA lieferte sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Duell mit Lenzing. Vor dem letzten Spieltag trennten beide Teams nur ein Punkt. 2.300 Zuschauer:innen strömten zum Entscheidungsspiel nach Lenzing – und sahen den SK Altheim mit einem verdienten 1:3-Auswärtssieg zum Meister der 2. Landesliga West aufsteigen.
1989/90 bis 1994/95 – Herausforderungen. Cupmomente. Umbrüche.
Ludwig Fischer
Ludwig Fischer führte den SKA durch finanziell schwierige und sportlich intensive Jahre. Trotz Engpässen gelangen starke Cup-Auftritte und guter Ligafußball. Trainerwechsel, Topspieler und Cupduelle prägten eine Ära voller Höhepunkte und Belastungen.

Mit dem Wiederaufstieg im Jahr 1989 begann für den SK Altheim eine anspruchsvolle Zeit. Günther Aichinger und Franz Jakob legten ihre Funktionen zurück, und erstmals gerieten die Finanzen des Vereins ernsthaft ins Wanken. Die Suche nach einer neuen Führung gestaltete sich schwierig, doch nach einer turbulenten Generalversammlung konnten die notwendigen Mittel für den Ligabetrieb gesichert werden. Ludwig Fischer übernahm das Präsidentenamt, während Johann Wöckl, Kapitän der Meistermannschaft 1988/89, neuer Sektionsleiter wurde.
Sportlich gelang der Mannschaft im ersten Jahr der 1. Landesliga ein starker 7. Platz, der gleichzeitig die Teilnahme am ÖFB-Cup ermöglichte. Ein entscheidender Baustein dieser positiven Entwicklung war die Verpflichtung von Alois Fehrer, der sich schnell zu einem Leistungsträger entwickelte. Auch Spieler wie Harald Höfer, Mohamed Haddadi, Heinz Vitzkotter, Laci Pruckner, Sigi Osterkorn und der erfahrene Altheimer Stamm boten verlässlich starke Leistungen.
Im Cup sorgte der SKA wiederholt für Aufsehen. Besonders das Duell gegen den GAK blieb in Erinnerung: Vor 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauern zeigte Altheim großen Kampfgeist und unterlag nur knapp. Parallel dazu feierte das U-23-Team unter Trainer Alfons Frisch den Meistertitel der 1. Landesliga, ein wichtiger sportlicher Lichtblick. Im Landescup erreichte die Kampfmannschaft das Finale, musste sich dort jedoch geschlagen geben.
In der Saison 1991/92 setzte der Verein auf Sepp Weiss als Trainer. Er gewann mit dem SKA gleich den Innviertler Cup, trat jedoch bereits zu Ostern 1992 zurück. Da mehrere Kandidaten absagten, wurde kurzfristig Barnabas Liebhaber verpflichtet, dessen Amtszeit nach zwei Meisterschaftsrunden endete. Anschließend kehrte Gerhard Feichtinger zurück und feierte einen gelungenen Einstand mit einem ÖFB-Cup-Erfolg. In der dritten Runde traf der SKA auf Rapid Wien, zeigte vor wiederum über 2.000 Fans eine beeindruckende Leistung und verlor tapfer mit 0:3.
Ein Trainingslager in Florida brachte zusätzlichen Schwung: Die Mannschaft avancierte zur besten Frühjahrself und belegte am Ende den 4. Tabellenplatz, nur knapp hinter Meister Braunau. Trotz sportlicher Erfolge blieb die finanzielle Situation angespannt. Der Abgang des herausragenden Alois Fehrer zum SV Braunau traf den Verein besonders hart.
Nach der Herbstsaison 1993 trennten sich die Wege von Trainer Feichtinger und dem Verein. Co-Trainer Rudolf Wakolbinger übernahm und führte die Mannschaft auf Platz 10. In dieser Phase stießen erfahrene Spieler wie Bernhard Grünbart, Thomas Gerstorfer und Hans Zehr zum SKA. Gleichzeitig endete die außergewöhnliche Karriere des langjährigen Torhüters Karl Weinhäupl, dessen vier parierte Elfmeter im Landescup-Finale 1993 für immer unvergessen bleiben und dem SKA den Titel sicherten.
Gegen Ende seiner Amtszeit musste sich Ludwig Fischer und sein Team verstärkter Kritik stellen. Die finanzielle Lage blieb schwierig, und die Belastungen der Vorjahre forderten ihren Tribut. Schließlich wurde er von Bernhard Vorich, dem früheren Fanclub-Obmann, als Präsident abgelöst.
1995/96 bis 2004/05 – Sparkurs. Personalrochaden. Wiederaufstieg.
Bernhard Vorich
Bernhard Vorich übernahm den Verein in einer heiklen Phase. Mit Disziplin und nachhaltiger Kaderarbeit gelang es, den Verein wirtschaftlich wie sportlich Schritt für Schritt aufzubauen – bis zum Meistertitel 2003 und der Rückkehr in die OÖ-Liga.

Als Bernhard Vorich das Präsidentenamt übernahm, befand sich der SK Altheim in einer heiklen Situation. Die Vereinsfinanzen waren angespannt, und mehr als neun Spieler sowie Trainer Rudi Wakolbinger verließen den Klub. Diese Entwicklungen erforderten einen radikalen Sparkurs, den Vorich gemeinsam mit seinem neuen sportlichen Führungsteam entschlossen umsetzte.
Mit Gerhard Filzmoser wurde ein Trainer verpflichtet, der diesen Weg voll unterstützte und es verstand, aus einer jungen Mannschaft das Maximum herauszuholen. Ihm war es zu verdanken, dass der SKA sowohl 1995/96 als auch 1996/97 den Klassenerhalt schaffte. In dieser Phase gewann der Verein zudem den Hallenlandesmeistertitel und den Innviertler Hallencup – Erfolge, die dem neu formierten Team Selbstvertrauen verliehen.
Parallel dazu arbeiteten Vizepräsident Karl Hager und Gerti Berger unermüdlich daran, die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren. Schritt für Schritt gelang es, den Schuldenstand deutlich zu reduzieren und wieder Planungssicherheit zu schaffen.
Mit der leicht entspannteren Finanzlage konnte der Kader gezielt verstärkt werden. Als Andi Roth als Spielertrainer verpflichtet wurde, hoffte man auf einen sportlichen Aufschwung. Doch das Projekt scheiterte; nur vier Punkte aus elf Spielen und eine spürbare Verunsicherung führten zur einvernehmlichen Trennung. Anschließend kehrte Gerhard Feichtinger zurück und bildete gemeinsam mit Josef Lindlbauer ein Trainerduo, das den Turnaround schaffen sollte. Doch trotz aller Bemühungen gelang nur ein Punkt – der SKA überwinterte mit der roten Laterne.
In der Winterpause reagierte der Verein konsequent: Hubert Möseneder sowie zwei tschechische Legionäre wurden verpflichtet. Der Gewinn des OÖ-Hallenlandesmeistertitels sorgte kurzfristig für Aufbruchsstimmung, doch in der Frühjahrsrunde zeigte sich rasch, wie schwierig der Kampf um den Klassenerhalt tatsächlich werden würde. Mit nur 17 Punkten musste sich der SKA schließlich aus der 1. Landesliga verabschieden.
Trotz des Abstiegs feierte der Verein im Sommer 1998 sein 50-jähriges Bestehen. Im Vorfeld wurden der Kabinentrakt und das Buffet generalsaniert und an moderne Anforderungen angepasst – ein wichtiges Zeichen, dass der Verein weiterhin in seine Zukunft investierte.
Sportlich wurde Gustav Kofler als Trainer verpflichtet, der den sofortigen Wiederaufstieg anstreben sollte. Nach einer schwierigen Anlaufphase kam die Mannschaft immer besser in Schwung und erreichte hintereinander den 3. Platz (1998/99) und den Vizemeistertitel (1999/00). Der Verein blieb sichtbar – unter anderem mit dem Faschingszug und der Ballermann-Party am Brauereiparkplatz – und reduzierte gleichzeitig den Schuldenstand.
Nach zwei knapp verpassten Aufstiegen übernahm Attila Supka für 2000/01 das Traineramt. Doch die erhoffte Wende blieb aus. Ein später Wechsel zu Max Krapf brachte zwar neue Impulse, doch die Mannschaft rangierte erneut im unteren Tabellenfeld. In der Saison 2001/02 wurde das Team umfassend verstärkt, dennoch reichte es wieder nicht zum Titel, und der SKA wurde erneut Vizemeister.
Nach dem Ausscheiden von Johann Wöckl übernahm Karl Hager die sportliche Leitung. Der Verein setzte ein klares Zeichen und verpflichtete Christian Hartinger. Diese Entscheidung markierte einen Wendepunkt: Nach einer starken Rückrunde lag der SKA vor dem letzten Spieltag auf Platz zwei. Ein 1:0-Sieg in Friedburg bei gleichzeitiger Niederlage Vöcklabrucks krönte die Arbeit – der SK Altheim feierte 2003 den Meistertitel der 2. Landesliga und damit den Wiederaufstieg in die OÖ-Liga.
In der neuen Liga verlief die erste Saison wechselhaft. Nach einer schwierigen Herbstphase übernahm Harry Höfer das Traineramt und stabilisierte die Mannschaft, die schließlich Platz zehn erreichte. Mit dem Aufstieg war der SKA zudem verpflichtet, erstmals eine zweite Mannschaft zu stellen. Dieses Team feierte große Erfolge: Zunächst Platz drei, jedoch im darauffolgenden Jahr der Vizemeistertitel und damit den Aufstieg in die 1. Klasse.
Zur Saison 2005/06 holte der Verein Gerhard Mittermayr als erfahrenen Trainer. Die Mannschaft erreichte trotz eines verlorenen Innviertler-Cup-Finales und einer schwierig verlaufenden Herbstphase eine solide Mittelfeldplatzierung.
2005/06 bis 2014/15 – Jubiläum. Rückschläge. Rückkehr.
Dr. Franz Mitterbauer
Zwischen sportlichen Umbrüchen und bitteren Abstiegen feierte der SK Altheim sein 60-jähriges Bestehen und setzte mit dem neu errichteten Jugendtrainingsplatz infrastrukturelle Impulse. Nach dem Abstieg bis in die Bezirksliga West gelang 2014/15 als Meister schließlich die Rückkehr in die Landesliga West.

Im Herbst 2005 folgte Dr. Franz Mitterbauer auf Bernhard Vorich und übernahm den
SK Altheim in einer sportlich stabilen Situation. Aufgrund der soliden Vorsaison sah der Vorstand auch für die nächste Saison 2006/07 kaum Anlass für größere Veränderungen. Diese Ruhephase trug Früchte: Mit einer starken Serie am Saisonende erreichte die Kampfmannschaft den 4. Tabellenrang in der OÖ-Liga, das beste Resultat seit dem Aufstieg. Weniger erfreulich verlief das Jahr für die zweite Mannschaft, die nach zwei Jahren in der 1. Klasse wieder in die 2. Klasse zurückmusste.
2007/08 setzte der Verein weiterhin auf Gerhard Mittermayr, während Wolfgang Reiter die neu formierte 1b betreute. Doch die positive Entwicklung ließ nach. Die Kampfmannschaft steckte nach dem Herbst im unteren Tabellendrittel fest. Ein Trainerwechsel brachte nicht die gewünschte Stabilität, und im entscheidenden Duell gegen Perg verpasste der SKA die Rettung knapp. Damit verabschiedete sich die Mannschaft im Jubiläumsjahr aus der OÖ-Liga und trat den Weg in die Landesliga West an. Die 1b erreichte in der 2. Klasse West immerhin einen beachtlichen vierten Rang.
Trotz sportlicher Enttäuschungen markierte 2008 einen bedeutenden Moment: Beim 60-jährigen Vereinsjubiläum wurde der neue Jugendtrainingsplatz eröffnet – ein Projekt, das gemeinsam mit Gemeinde, Land OÖ und dem SKA realisiert wurde.
In der Landesliga West blieb der Verein zunächst ambitioniert. Unter Johann Hartinger verpasste der SKA 2008/09 mit 45 Punkten den direkten Wiederaufstieg nur knapp. Zur Saison 2009/10 kehrte erneut Gerhard Mittermayr als Trainer zurück und führte die Mannschaft nach einer starken Herbstserie in das Frühjahr. Doch ein massiver Einbruch zwang den Verein erneut zum Handeln. Spielertrainer Günter Steininger übernahm kurzfristig, konnte jedoch nicht verhindern, dass der SKA sportlich in die Bezirksliga West abstieg – ehe ein Lizenzentzug in der Regionalliga eine überraschende Wendung brachte: Altheim durfte in der Landesliga verbleiben.
Für 2010/11 wurde Trainer Wolfgang Felber engagiert, während Josef Lindlbauer die sportliche Leitung übernahm. Gezielte Verstärkungen ließen neuen Schwung entstehen, und die Saison endete auf dem 3. Tabellenrang der Landesliga West. In den folgenden Jahren pendelte die Mannschaft meist zwischen sicheren Mittelfeldplätzen und Phasen sportlicher Unsicherheit. 2013/14 wurde sie von zahlreichen Verletzungen getroffen und rutschte in die Abstiegszone. Ein Trainerwechsel zu Karl Meister brachte nicht den erhofften Umschwung – der SKA stieg in die Bezirksliga West ab.
Nach dem Abstieg übernahm Günter Schachl die sportliche Leitung und führte die Mannschaft zunächst auch als Trainer. Mit einer starken Herbstserie brachte er den SKA zurück in die Spitzengruppe. In der Winterpause wurde Roman Baumgartner verpflichtet, der dem Team neue Energie verlieh. Vor der letzten Runde lagen Altheim und Dorf/Pram punktgleich an der Tabellenspitze, getrennt durch vier Treffer. Am entscheidenden Spieltag gewann der SKA gegen Taufkirchen/Pram, während Dorf/Pram Punkte ließ. Damit sicherte sich Altheim den Meistertitel der Bezirksliga West 2014/15 und feierte den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga West – ein würdiger Schlusspunkt der Ära von Dr. Franz Mitterbauer.
2015/16 bis 2019/20 – Klassenerhalt. Krise. Neustart.
Josef Gadringer
Unter Josef Gadringer durchlief der SK Altheim eine äußerst wechselhafte Phase. Stark gestartete Jahre mit soliden Klassenerhalten wurden zunehmend von finanziellen Engpässen, personellen Abgängen und sportlichen Rückschlägen überschattet. Der Verein geriet organisatorisch ins Wanken und musste schließlich einen Abstieg verkraften.

2015/16 – Etablierung in der Landesliga
Mit dem Wiederaufstieg in die Landesliga West endete 2015 die zehnjährige Amtszeit von Dr. Franz Mitterbauer. Josef Gadringer wurde neuer Präsident und definierte ein klares Ziel: den gesicherten Klassenerhalt. Der Start glückte eindrucksvoll – als Aufsteiger erreichte der SK Altheim im ersten Jahr einen 6. Tabellenplatz, ein starkes Signal in einer anspruchsvollen Liga.
2016/17 – Frühjahrs-Power
Nach dem Rücktritt von Günter Schachl übernahm im Sommer Walter Simmelbauer die sportliche Leitung. Man wusste, dass das zweite Jahr nach einem Aufstieg besonders heikel ist, weshalb der Kader sorgsam angepasst wurde. Dennoch verlief der Herbst schwieriger als erhofft: Nach 10 Runden hielt der SKA bei lediglich 10 Punkten und überwinterte als Tabellenletzter.
Im Winter wurde die Mannschaft gezielt verstärkt. Diese Maßnahmen zahlten sich deutlich aus: Der SK Altheim holte in der Rückrunde 21 Punkte, erreichte insgesamt 31 Zähler und sicherte sich den 10. Tabellenrang. Trainer Roman Baumgartner, dessen Arbeit im Verein große Wertschätzung genoss, wechselte danach zum SV Friedburg.
2017/18 – Trainerrochaden im Jubiläumsjahr
Für die Saison 2017/18 kehrte Wolfgang Felber als Cheftrainer zurück, während Mario Rautner auf Simmelbauer folgte und die Rolle des Sportlichen Leiters übernahm. Trotz guter Neuverpflichtungen, unter anderem mit Ex-Ried-Profi Hans-Peter Berger, blieb die Lage herausfordernd. Nach einer Phase mit nur 10 Punkten aus 11 Spielen endete die Zusammenarbeit mit Felber. Interimistisch übernahmen Co-Trainer Markus Stöckl und Spieler Richard Tusori – bis zur Winterpause erreichte der SKA 13 Punkte und lag damit auf einem Relegationsplatz.
Für das Frühjahr setzte der Vorstand auf einen klaren Richtungswechsel und verpflichtete als Trainer Thomas Klochan. Mit intensiven Impulsen im taktischen und konditionellen Bereich gelang die Trendwende: 21 Punkte in der Rückrunde, insgesamt 34 Zähler und ein 10. Tabellenrang in der Endabrechnung.
Damit feierte der SK Altheim sein Jubiläumsjahr ohne Abstieg – ein wichtiges Zeichen für die sportliche und organisatorische Stabilität während der Präsidentschaft von Josef Gadringer.
2018/19 – Abstieg und Krise
Die Saison 2018/19 stand von Beginn an unter schwierigen Vorzeichen. Präsident Josef Gadringer initiierte eine Verlosung des Stadionnamens, aus der das „Ernst Buchleitner Stadion“ hervorging – ein Schritt, der die angespannte finanzielle Lage verdeutlichte. Durch eine Rasensanierung musste im Sommer der Trainingsbetrieb nach Geinberg ausgelagert werden, parallel wurde zwar das 70-Jahr-Jubiläum gefeiert, sportlich blieb der Erfolg jedoch aus.
Trotz der Verpflichtung von Ex-Profi Ernst Öbster stabilisierte sich die Mannschaft nicht. Viele Verletzungen führten zu einer schwachen Punkteausbeute. Zehn Runden vor Schluss wurde Trainer Thomas Klochan freigestellt und interimistisch bis Saisonende durch Roman Baumgartner ersetzt, der zwar mit einem 5:0-Heimsieg gegen Schwanenstadt für einen kurzen Hoffnungsschub sorgte, den Abstieg aber nicht mehr verhindern konnte.
Besonders schmerzhaft: Während Altheim und Vorchdorf abstiegen, blieb Rivale Braunau trotz verlorener Relegation durch einen Zwangsabstieg in der Regionalliga überraschend doch in der Liga.
Nach Saisonende verließen zahlreiche Funktionär:innen sowie viele Leistungsträger den Verein. Der SKA stand sportlich wie organisatorisch vor einem Scherbenhaufen und befand sich in einer der tiefsten Krisen der jüngeren Vereinsgeschichte.
2019/20 – Neuanfang in der Bezirksliga
Der Abstieg führte zu einem radikalen Kaderumbruch. Man setzte vermehrt auf Eigenbauspieler, was sowohl sportliche als auch finanzielle Gründe hatte. Ergänzend wurden neue Spieler aus unterklassigen Vereinen der Umgebung verpflichtet. Präsident Josef Gadringer führte den Verein nahezu im Alleingang.
Als Trainer wurde der Deutsche Thomas Steiger verpflichtet, der vor allem auf konditionelle Stärke setzte und jungen Spielern vertraute. Mit seiner leidenschaftlichen Arbeit brachte er wieder Spaß ins Training. Die Herbstsaison verlief ordentlich, man landete mit 17 Punkten im gesicherten Mittelfeld.
Im Winter wurden vom Sportlichen Leiter Mario Rautner gezielte Verstärkungen geholt. Das Mannschaftsgefüge war hervorragend. Nach dem Altheimer Hallenturnier absolvierte man ein selbstfinanziertes Trainingslager in Bad Füssing. Alles deutete auf ein vielversprechendes Frühjahr hin – bis die Corona-Pandemie den Spielbetrieb abrupt stoppte.
Die Saison wurde annulliert, es gab weder Auf- noch Absteiger. Trainer Steiger blieb im Amt, doch Mario Rautner kündigte seinen Rückzug als Sportlicher Leiter an.
2020/21 bis 2023/24 – Pandemie. Struktur. Stabilisierung.
Ernst Buchleitner
Ernst Buchleitner führte den SKA durch pandemiebedingten Stillstand und organisierte einen tiefgreifenden strukturellen Neustart. Mit der „SKA 2020“-Initiative, neuen Sponsoren, modernisierten Abläufen und sportlicher Kontinuität brachte er den Verein zurück in sichere Tabellenregionen.

2020/21 – Stillstand, Aufbruch und Neuordnung
Im Sommer 2020 beendete der langjährige Kapitän Thomas Huber seine Karriere und weitere Leistungsträger verließen den Klub. Präsident Josef Gadringer bemühte sich zwar um Verstärkungen, doch die finanziellen Mittel fehlten. Stillstand machte sich breit. Gleichzeitig wuchs die Kritik: zu wenig sportlicher Erfolg, zu wenig Struktur, zu wenige Funktionär:innen.
In dieser Situation ergriffen Ernst Buchleitner, Karl Stelzhammer und Alois Schreckensberger die Initiative. In einem Treffen im Raschhofer Brauturm beschlossen sie, den Verein mit der „SKA 2020“-Kampagne neu aufzustellen.
Am 20. Juli 2020 kamen rund 25 engagierte Mitglieder zusammen. In Folge wurde ein neuer Vorstand gewählt:
– Ernst Buchleitner als Präsident
– Karl Stelzhammer und Alois Schreckensberger als Vizepräsidenten
– Anton Falkenstätter als Kassier
Es entstanden Arbeitsgruppen für Sponsoren, Infrastruktur und Organisation.
Sportlich setzte man auf eine extrem junge Mannschaft (Durchschnitt 21,5 Jahre). Nach einem euphorischen Derbysieg in Ranshofen folgten bittere Niederlagen. Die Herbstsaison wurde wegen der Pandemie erneut vorzeitig beendet. Der Sieg gegen Ranshofen wurde annulliert, da sich nach Braunau nun ein weiterer Innviertler Traditionsverein aus dem Spielbetrieb zurückzog. Durch eine Regeländerung, nach der bereits eine Halbsaison gewertet worden wäre, befand sich der SKA plötzlich in akuter Abstiegsgefahr. Doch wieder kam es anders: Aufgrund ausstehender Spiele und des Frühjahrs-Lockdowns wurde die Saison erneut vollständig annulliert. Trotz der langen Pause gelang dem neuen Vorstand ein großer Durchbruch: Der SKA gewann zwei wichtige Sponsoren.
– WIEHAG wurde Namenssponsor des Vereins.
– Das Stadion erhielt den neuen Namen KOBE-Arena.
Diese Beschlüsse wurden bei der Generalversammlung im Sommer 2021 einstimmig angenommen – ein Meilenstein und die Basis für neue Investitionen.
2021/22 – Konsolidierung und Klassenerhalt
Der Fußballverband erklärte es zur obersten Priorität, diese Saison nun endlich wieder vollständig auszutragen. Dank Impfungen, Tests und klaren Hygienekonzepten schien dies möglich.
Mit neuer Vereinsphilosophie, neuen Trikots, Neuzugängen und Aufbruchsstimmung startete man in die Saison. Sportlich verlief der Start aber schwach – zur Winterpause lag der SKA knapp über den Abstiegsrängen. Noch im Herbst trennte man sich von Trainer Thomas Steiger. Ab dem Frühjahr übernahm Peter Erlach. Gleichzeitig kam Josef Wageneder als neuer Sportlicher Leiter dazu. Gemeinsam holten Erlach und Wageneder spielerische Verstärkungen. Erlach setzte taktische Schwerpunkte und führte die Mannschaft zu 20 Punkten in der Rückrunde. Eine Runde vor dem Saisonende war der Klassenerhalt fixiert.
2022/23 – Rückkehrer, Trainerwechsel und Jubiläum
Im Sommer 2022 gab es erneut zahlreiche Kaderveränderungen. Trainer Peter Erlach scheiterte zwischenmenschlich, es kam zu Zerwürfnissen mit der Mannschaft. Nach nur zehn Monaten wurde er im Herbst freigestellt. Interimstrainer Gerhard Obermair übernahm bis zum Winter, dann wurde Rudolf Spindler als neuer Cheftrainer verpflichtet. Spindler brachte frischen Schwung. Zeitgleich startete Sportlicher Leiter Wageneder eine Rückholkampagne: Drei ehemalige Altheimer Nachwuchsspieler kehrten zurück, ergänzt durch drei weitere Verstärkungen. Das Trainingslager in Kroatien stärkte den Teamgeist dieser neu formierten Gruppe.
Im Frühjahr folgten starke Leistungen, die Defensive wurde zur besten der Liga, und man hielt als 9. souverän die Klasse.
Höhepunkt des Jahres: das 75-Jahr-Jubiläum – ein dreitägiges Fest mit Legendenspiel, Turnier und Bierzelt. Die KOBE-Arena war voll. Doch eine Anzeige überschattete das Jubiläum – sie konnte erst ein Jahr später endgültig rechtlich bereinigt werden.
2023/24 – Erwartungsdruck und Stabilität
Für Zündstoff sorgte gleich zu Beginn die von der Jubiläumsfeier stammende Lärmanzeige. Dabei wurde eine fehlende Betriebsanlagengenehmigung der Sportanlage und der Kantine aufgedeckt. Die Bezirkshauptmannschaft drohte mit Geisterspielen und ausschanklosem Betrieb – erst im letzten Moment konnte dies abgewendet werden. Für einige Zeit spielte der SKA unter strengen Auflagen und mit spendenbasiertem Kantinenbetrieb. Erst ein Jahr später waren alle Anforderungen erfüllt und die rechtlichen Probleme beseitigt.
Nach dem Klassenerhalt setzten Sportlicher Leiter Josef Wageneder und Trainer Rudolf Spindler bewusst auf Kontinuität. Der Kader wurde nur punktuell mit jungen Spielern ergänzt. Die Erwartungen waren hoch: intern Top 5, extern sogar Titelkandidat.
Der Herbst verlief wechselhaft, zur Winterpause lag der SKA auf Rang 9. Kritik kam auf, doch Spindler behielt das Vertrauen. Zudem wurde die Flutlichtanlage am Hauptfeld erneuert und das Trainingslager in Novigrad stärkte das hervorragend funktionierende Teamgefüge. Im Frühjahr zeigte sich die Handschrift des Trainers deutlich: 23 Punkte, Platz 3 in der Rückrundentabelle, phasenweise dominanter Fußball. Am Ende verpasste man die Top 5 nur knapp, doch Platz 6 bedeutete Stabilität, sportliche Weiterentwicklung und die Rückkehr in die obere Tabellenhälfte. Zum Saisonende veranstaltete der SK WIEHAG Altheim gemeinsam mit der Brauerei Raschhofer ein großes Public Viewing zur Fußball-EM 2024 – eine echte Sommer-Attraktion für die Bevölkerung.
2024/25 bis dato – Neustart. Derbys. Meistertitel.
Johannes Bankhammer
Mit Johannes Bankhammer begann eine neue Ära voller Energie. Trotz schwieriger Voraussetzungen entwickelte sich die Saison 2024/25 zu einem Triumphzug: starke Derbys, große Kulissen und ein souveräner Meistertitel der Bezirksliga West.

2024/25 – Neustart, Derbyfieber und Meistertitel
Im Juli 2024 endete eine Ära: Präsident Ernst Buchleitner und seine Stellvertreter übergaben den Verein an ein neues Führungsteam um Präsident Johannes Bankhammer sowie die Vizepräsidenten Thomas Fattinger und Robert Gerner. Mit diesem Wechsel zog frischer Wind in den Vorstand ein. Trotz schmerzhafter Abgänge, keiner Neuzugänge und einer schwierigen Vorbereitung startete die Mannschaft stark in den Ligabetrieb. Besonders in Erinnerung bleibt das erste Meisterschafts-Heimderby gegen den SV Weng. Vor 1100 Zuschauer:innen gewann der SKA mit 1:0 und übernahm die Tabellenführung, die bis zum Winter Bestand hatte. Mit 30 Punkten überwinterte man an der Spitze.
Im Frühjahr setzte die Mannschaft den Höhenflug fort. Ein bitteres 0:2 im Spitzenspiel gegen Weng – erneut vor mehr als 1000 Fans – unterbrach den Flow lediglich kurzfristig. Beim fulminanten 5:1-Heimsieg gegen Diersbach Anfang Juni 2025 – vor 700 Zuseher:innen – war es dann fix: Der SKA wurde Meister der Bezirksliga West. Die Feierlichkeiten fanden ihren würdigen Abschluss mit einem Mannschaftsausflug zum Ballermann auf Mallorca.
